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Kennen Sie Ihre Blutdruckwerte? Messen Sie am Welt-Hypertonie Tag!

Grund genug, am 17.Mai., dem Welt-Hypertonie Tag, an diese Erkrankung zu denken und den eigenen Blutdruck zu messen. Ein optimaler Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg – alle Werte darüber gelten in Deutschland als erhöht, ab 140 mmHg als Bluthochdruck oder Hypertonie.

 

Dauerhaft erhöhter Blutdruck schädigt Herz, Nieren und Gefäße

Blutdruck ist die Kraft, mit der das Blut, dass durch die Adern fließt, gegen die Gefäßwand drückt. Es wird gemessen, mit welcher Kraft es beim Herzschlag und Zusammenziehen der Gefäßwand gepumpt wird (systolischer Blutdruck, der oberer Wert) und wie die Gefäßwand nach dem Herzschlag wieder entspannt (diastolischer Blutdruck, der untere Wert).  Hypertonie oder Bluthochdruck liegt vor, wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist – ein Blutdruck darf natürlich auch schwanken. Hypertonie ist weltweit die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitigen Tod und erhöht das Risiko von Gehirn-, Nieren- und anderen Krankheiten erheblich. Sogar Inkontinenz und Demenz können mit Bluthochdruck zusammenhängen. Schätzungsweise 1,39 Milliarden Menschen sind davon betroffen, das sind 31 Prozent aller Erwachsenen weltweit.

 

Einfacher Bluthochdruck ist oft gut behandelbar

Leichter Bluthochdruck kann manchmal sogar ohne Medikamente einfach durch eine Änderung des Lebensstils (Abnehmen, weniger Rauchen, keine Alkohol und Salz, mehr Sport) gesenkt werden und weitergehend auch durch blutdrucksenkende Medikamente. Mit jeder Senkung des Blutdrucks um 10 mmHg sinkt das Risiko eines Herz-Kreislauf-Vorfalls um 20 Prozent, das Risiko einer Herzinsuffizienz um 28 Prozent und das Risiko eines Schlaganfalls um 27 Prozent.

Allerdings haben von den behandelten Bluthochdruckpatienten rund 15 Prozent einen resistenten Bluthochdruck, d. h. die Patienten, bekommen ihre Werte trotz Behandlung mit drei oder mehr Medikamenten nicht in den Griff.

Kleiner Eingriff mit Ultraschallkatheter möglich

Wenn alle diese Mittel nicht helfen – oder die Patienten die Medikamente nicht vertragen – gibt es nun die renale Denervierung mit Ultraschall (uRDN). Dabei werden in einem kleinen Eingriff durch die Leistenarterie die überaktiven Nerven rund um die Nierenarterie mit einem Ultraschall-Katheter deaktiviert, so dass diese keine Blutdruck erhöhenden Signale mehr zum Gehirn leiten können. Dieser sehr sichere und gut erprobte Eingriff wird nun auch außerhalb von Studien regulär von Prof. Dr. med.  Michael Joner, Stellvertretender Klinikdirektor Erwachsenenkardiologie im Deutschen Herzzentrum München angeboten. „Hypertonie ist heutzutage eine wirkliche Volkskrankheit und besonders bei den älteren Erwachsenen sollte jeder seine Blutdruckwerte kennen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir im Deutschen Herzzentrum München mit der renalen Denervierung mittels Ultraschall eine weitere Therapieoption bei unkontrollierbaren Bluthochdruck anbieten können.“

Messen Sie Ihren Blutdruck und geben Sie Hypertonie keine Chance!