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TEE: Das Auge hinter dem Herzen

Mittels einer Ultraschallsonde in der Speiseröhre können durch die anatomische Nähe zum Herzen bestimmte Bereiche des Herzens besser dargestellt werden als bei einer Untersuchung von außen (TransThorakale Echokardiographie, TTE). Knochen und Lunge beeinträchtigen nicht die Bildqualität, so dass typische Fragestellungen wie nach der Funktion der Herzklappen, Herzklappenentzündungen, Blutgerinnsel im Vorhofohr oder Defekte in den Scheidewänden zwischen den Vorhöfen oder den Herzkammern meist sicher beantwortet werden können.

Seit Ende des Jahres 2000 gehört das Institut für Kardio-Anästhesiologie des Deutschen Herzzentrums München zu den ersten Prüfzentren der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) zur Erlangung des Zertifikats „TEE in der Anästhesiologie und Intensivmedizin“. Aufgrund der Neukonzeption der Kurse zur „Perioperativen fokussierten Echokardiographie“ durch die DGAI haben wir den TEE-Grundkurs (jetzt Modul 3) und den TEE-Aufbaukurs (jetzt Modul 4) entsprechend den Vorgaben grundlegend überarbeitet und angepasst.

Während früher die Module 3 und 4 im klassischen Kursformat mit theoretischen und praktischen Präsenzinhalten abgehalten wurden, greifen die seit 2024 neu konzipierten Kurse auf das Blended Learning der DGAI zurück und sind durch diese auch zertifiziert. Dabei werden die theoretischen Lerninhalte durch das eLearning der DGAI vermittelt und im praktischen Präsenzkurs durch die Anleitung von zertifizierten Tutoren in umfangreichen Übungen vertieft. In Kleingruppen von maximal 4 Teilnehmern werden Untersuchungen am Simulator (CAE Vimedix®) eigenhändig trainiert. Darüber hinaus werden spezielle Messverfahren an Fallbeispielen in der Software EchoPAC® (GE Healthcare) demonstriert und eigenständig durchgeführt.